Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Kartentricks lernen – wichtige Grundlagen & Techniken

Es gibt ein paar Grundlagen, die du unbedingt kennen solltest, bevor du deinen ersten Kartentrick aufführst. Außerdem erklären wir dir hier viele verschiedene Techniken, mit denen deine Kartentricks noch verblüffender werden.

Kartentricks sind ein Klassiker in der Zauberei und können auch von Einsteigern ziemlich schnell erlernt werden.
Kartentricks sind ein Klassiker in der Zauberei und können auch von Einsteigern ziemlich schnell erlernt werden.

Wenn du nach einfachen Kartentricks suchst, die keine Fingerfertigkeit benötigen und schnell erlernt werden können, sind mathematische Kartentricks das Richtige.

Alle Kartentricks auf einen Blick:

Die wichtigsten Techniken:

Kartentricks lernen: Die Grundlagen

Kartentricks sind ein absoluter Klassiker in der Zauberei und werden von jedem Publikum gerne gesehen. Damit deine Aufführung aber reibungslos klappt und deine Zuschauer begeistert sind, solltest du ein paar Grundregeln beachten.

1. Führe einen Kartentrick erst dann vor, wenn du ihn perfekt beherrscht.

Das ist vor allem bei den ersten Tricks ein häufiger Fehler: Du kannst den Kartentrick noch nicht wirklich, zeigst ihn aber trotzdem schon deinen Zuschauern. Das kann gut gehen, aber sobald du einen Fehler machst, ist der ganze Effekt vorbei und der Trick geht schief.

Bei anspruchsvolleren Tricks könnte das Publikum sogar das Geheimnis lüften und verstehen, wie der Kartentrick funktioniert – das sollte nie passieren!

Du solltest einen Kartentrick erst dann aufführen, wenn du ihn perfekt beherrscht.
Du solltest einen Kartentrick erst dann aufführen, wenn du ihn perfekt beherrscht.

2. Wiederhole niemals einen Kartentrick.

Du wirst immer wieder in die Situation kommen, dass ein oder mehrere Zuschauer einen bestimmten Kartentrick noch einmal sehen möchten. Das solltest du auf gar keinen Fall tun, nie! 

Denn beim zweiten Mal weiß das Publikum genau, was beim Trick passiert und achtet auf jede Handbewegung und jede Karte. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zuschauer beim zweiten Mal den Kartentrick versteht, ist viel höher.

Du solltest nie einen Trick mehrmals hintereinander vorführen!

Wenn trotzdem irgendjemand darauf besteht, dass du den Kartentrick wiederholst, kannst du fürs Erste zustimmen. In Wirklichkeit führst du dann aber einen ganz anderen Trick auf, um dein Publikum erneut zu überraschen. 

3. Ablenkung ist das Allerwichtigste.

Egal welchen Zaubertrick du vorführst, es geht immer darum, deine Zuschauer geschickt abzulenken. Gerade bei Kartentricks ist es sehr wichtig, dass du dein Publikum unterhältst (zum Beispiel mit einer kleinen Geschichte), weil sonst viel zu viel Fokus auf deinen Händen ist.

Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du den Kartentrick genug geübt hast und ihn sehr locker vorführen kannst. Erst dann wirst du es schaffen, deine Zuschauer effektiv abzulenken.

4. Überfordere deine Zuschauer nicht.

Denke immer daran, dass deine Zuschauer überfordert werden können. Das sorgt für Frustration und der Effekt von deinem Kartentrick geht verloren, das solltest du unbedingt vermeiden!

Ein Zuschauer kann sich meistens nicht mehr als zwei Karten merken.
Ein Zuschauer kann sich meistens nicht mehr als zwei Karten merken.
  • Ein klassisches Beispiel: Ein einzelner Zuschauer soll sich drei verschiedene Karten aussuchen und merken. Nach dem Trick hat er alle drei vergessen und der ganze Effekt des Kartentricks ist weg, weil er die richtigen Karten einfach nicht mehr kennt.
  • Ein anderes Problem ist ein zu langer Trick, bei dem die Karte der Zuschauer immer mehr in den Hintergrund rückt. Kurze, verblüffende Tricks sind oft die bessere Wahl.

Ein paar Tipps zu “vergessenen” Karten:

  • Wenn du einen Kartentrick mit mehreren Karten aufführen möchtest, kannst du dem Zuschauer sagen, er soll drei ähnliche Karten aussuchen (zum Beispiel drei Könige, oder Karo fünf bis Karo sieben). Dadurch wird es viel einfacher für ihn, die Karten im Kopf zu behalten. 
  • Damit deine Zuschauer ihre Karte nicht vergessen, sollten immer möglichst viele die Karte sehen (am besten alle im Publikum). Du kannst außerdem noch betonen, dass der ganze Trick vorbei ist, falls die Karte vergessen wird. 

5. Schwierige Kartentricks sind nicht immer besser.

Wenn du deine ersten Kartentricks gelernt hast, wirst du wahrscheinlich nach neuen, anspruchsvollen Tricks suchen. Das ist auch an sich kein Problem, aber du solltest dir immer überlegen, wie ein Kartentrick auf deine Zuschauer wirkt, nicht wie schwierig er ist.

Oft reichen ganz einfache Techniken völlig aus, um das ganze Publikum zu verblüffen. Es ist besser, ein paar einfache Kartentricks perfekt zu beherrschen, als ein paar komplexe Tricks ganz okay zu können. 

Zusammen mit der richtigen Ablenkung kann auch ein enorm simpler Kartentrick sehr verblüffend wirken. 

6. Achte auf das Kartendeck.

Sobald du nicht mehr dein eigenes Deck verwendest, sondern dir eins ausleihst oder zufällig eins findest, musst du bei vielen Techniken sehr vorsichtig sein. 

Unbekannte Decks sind oft schon recht alt und kleben aneinander, haben ausgefranste Kanten oder umgebogene Ecken.
Unbekannte Decks sind oft schon recht alt und kleben aneinander, haben ausgefranste Kanten oder umgebogene Ecken.

Die Karten verhalten sich also anders, das fängt beim Falschmischen an, geht über das einfachen Karten abzählen bis hin zum Pinky Break und Double Lift. Bei fremden Decks ist es von Vorteil, einfache Tricks aufzuführen, die wenig oder keine Fingerfertigkeit erfordern (zum Beispiel mathematische Tricks).

Tipp: Hier findest du unsere mathematischen Kartentricks.

7. Weniger ist mehr.

Kein Zuschauer kann sich ewig konzentrieren (du übrigens auch nicht, vergiss das nie!). Deine Vorführung sollte also nie zu lange dauern und am besten auch abwechslungsreich sein, baue also auch andere Zaubertricks ohne Karten ein. 

Zwei bis drei Kartentricks sind wirklich genug, danach geht die Magie verloren und deine Zuschauer werden schnell gelangweilt sein. Lerne als eine am besten nur handvoll Kartentricks wirklich gut, das reicht völlig aus!

8. Übe Fingerfertigkeiten vor einem Spiegel. 

Du siehst alle deine Tricks immer nur aus deiner Sicht, dein Publikum sieht jedem Trick aber aus einem völlig anderen Winkel. Setze dich also einfach Mal vor einen Spiegel, dann siehst du, was deine Zuschauer sehen!

Alternativ kannst du dich auch filmen und danach das Video ansehen. 

Fingerfertigkeit und Techniken 

Sobald du dich intensiver mit der Kartenmagie beschäftigst, wirst du verschiedene Techniken erlernen, durch die du Karten kontrollieren und manipulieren kannst.

Das eröffnet dir viele neue Möglichkeiten und Effekte, aber du darfst nie vergessen, dass jeder Handgriff perfekt sitzen muss. Sobald du ein Fehler machst oder dich zu auffällig verhältst, werden einige Zuschauer den Trick durchschauen.

Egal welche Technik du lernst, nimm dir genug Zeit, sie zu üben. Erst dann solltest du sie in deine Tricks einbauen.
Egal welche Technik du lernst, nimm dir genug Zeit, sie zu üben. Erst dann solltest du sie in deine Tricks einbauen.

Es gibt dabei natürlich unzählige Techniken und Handgriffe, die du in verschiedenen Tricks anwenden kannst. Wir erklären dir hier nur die wichtigsten Grundlagen, auf denen du später aufbauen kannst.

Die unterste Karte unbemerkt ansehen

Eine sehr wichtige Technik, die in vielen Kartentricks verwendet wird: Du siehst dir unbemerkt die unterste Karte des Spiels an, das ermöglicht viele Effekte und Tricks.

Dabei kannst du mit einem gemischten Kartenspiel beginnen oder den Zuschauer vor dem Trick die Karten durchmischen lassen, das spielt keine Rolle. Ein paar Möglichkeiten:

  • Während sich die Zuschauer ihre Karte(n) merken, drehst du dich um und schaust die unterste Karte an. Die Begründung dafür ist natürlich, dass du dann die gewählte Karte des Publikums nicht sehen kannst. In Wirklichkeit schaust du aber kurz und unauffällig die unterste Karte an, wenn du mit dem Rücken zum Publikum stehst.
  • Nach dem Mischen klopfst du die Karten kurz gerade. Das geht am besten, wenn du an einem Tisch sitzt, sonst ist diese Bewegung auffällig. Während du die Karten “gerade klopfst”, siehst du dir kurz die unterste Karte an, das muss möglichst nebenbei passieren. Es hilft, wenn du währenddessen mit deinem Publikum redest.
  • Du begradigst die Karten in deiner Hand. Diese Technik benötigt keine Unterlage und keinen Tisch, du kannst sie also immer verwenden. Wenn ein Zuschauer das Kartendeck gemischt hat, nimmst du es in deine Hände und drehst es einmal kurz um die eigene Achse.
    Dabei ziehst du mit deinen Fingern die Kanten gerade, hältst während der Drehung das Deck aber auch leicht schräg und merkst dir die unterste Karte. Für den Zuschauer muss es so wirken, als hättest du das Deck nur begradigt. 
Es gibt verschiedene Techniken, mit denen du dir die unterste Karte des Decks unbemerkt ansehen kannst.
Es gibt verschiedene Techniken, mit denen du dir die unterste Karte des Decks unbemerkt ansehen kannst.

Die Karten durchmischen

Jeder von uns kann Karten mischen, aber meistens beherrschen wir nur ein oder zwei Techniken. Dabei gibt es eine Vielzahl an Varianten, wie du ein Deck durchmischen kannst, einige davon sind außerdem die Grundlage für Falschmischen Techniken.

Wir haben sehr ausführlich acht verschiedene Mischtechniken erklärt, unter anderem das Überhand Mischen und den Riffle Shuffle.

Falschmischen und Karten kontrollieren

Eine der allerwichtigsten Grundlagen in der Kartenmagie ist das Falschmischen. Für das Publikum sieht es so aus, als würdest du das Deck tatsächlich mischen, in Wirklichkeit kontrollierst du aber die Karten und weißt genau, was passiert.

Das ist zum Beispiel hilfreich, um eine Karte des Zuschauers im Spiel verschwinden zu lassen und danach wiederzufinden. Außerdem kannst du ein Deck vor dem Trick präparieren und durch das Falschmischen den Eindruck erwecken, es wäre ein unvorbereitetes Kartenspiel.

Falsch Abheben (“False Cut”)

Das falsche Abheben wirkt wie ganz normales Abheben, tatsächlich veränderst du aber keine einzige Karte. Genau wie das falsche Mischen kannst du diese Techniken vor einem Trick möglichst nebenbei einbauen. 

Dadurch denkt das Publikum, die Karten wären gemischt und vermutet nicht, dass du das Deck in Wirklichkeit präpariert hast.

Das Forcieren (Karten aufzwingen)

Durch Force Techniken kannst du dem Zuschauer eine bestimme Karte aufzwingen, du weißt also schon vor der Aufführung, welche Karte gewählt wird. Das eröffnet viele neue Möglichkeiten und Effekte, die alleine durch diese Techniken möglich sind. 

Dabei gibt es verschiedene Varianten, um deinem Zuschauer eine Karte unterzujubeln. Er denkt dabei natürlich immer, seine Wahl wäre zufällig.

Durch Force Techniken zwingst du deinem Zuschauer eine bestimmte Karte auf, ohne dass er davon etwas merkt.
Durch Force Techniken zwingst du deinem Zuschauer eine bestimmte Karte auf, ohne dass er davon etwas merkt.

Techniken für Fortgeschrittene

Wenn du die eben erklärten Grundlagen beherrscht, kannst du dich an neue Techniken wagen. Je länger du übst, desto einfacher wird es dir fallen, neue Methoden zu lernen und anzuwenden. Steigere dich also langsam!

Der Ribbon Spread
Eine Technik, mit der du Karten sehr gleichmäßig auf einem Tisch oder einer anderen Unterlage verteilen kannst. Abhängig von der Unterlage und den Karten.

Pinky Break
Mit deinem kleinen Finger markierst du bestimmte Karten oder Position im Deck, um diese unbemerkt wiederzufinden. Setzt einiges an Fingerfertigkeit voraus.

Der Double Lift
Du drehst zwei Karten um, für den Zuschauer wirkt es so, als wäre es nur eine. Der Pinky Break sollte dafür beherrscht werden. Setzt auch einiges an Fingerfertigkeit voraus.

Kartentricks lernen – Fragen & Antworten 

Häufige Fragen und Antworten.

Kann ich Kartentricks ohne Fingerfertigkeit lernen?
Ja, es gibt mathematische Kartentricks, bei denen du nur die Karten abzählen musst. Spezielle Fingerfertigkeiten oder Techniken brauchst du dafür nicht.

Kann ich beim Karten mischen tricksen?
Ja, es gibt verschiedene Techniken, mit denen du falsch mischen und die Karten kontrollieren kannst. Dadurch hast du ständig Kontrolle über das Kartendeck.

Wie lange dauert es, wenn ich einen Kartentrick lernen möchte?
Das hängt natürlich vom Kartentrick ab, aber in ca. 10 Minuten kannst du einen einfachen Trick auf jeden Fall lernen.

Gibt es besondere Regeln, die ich bei Kartentricks beachten muss?
Das Allerwichtigste: jeder Trick sollte nur einmal vorgeführt werden, außerdem brauchst du genug Übung, bevor du einen Kartentrick zeigst. 

Noch mehr Zaubertricks lernen

Du hast Lust auf noch mehr Zaubertricks mit Erklärung? Einfach auf ein Bild klicken oder tippen und du siehst alle Zaubertricks, die ich in dieser Kategorie vorstelle.